Gegenblende – Das Debattenmagazin | Ausgabe 15: Mai/Juni 2012 | Wachstum nach dem Finanzkapitalismus?

Thema der Ausgabe 15: Mai/Juni 2012 Für eine gerechte und ökologische Modernisierung!

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Montag, 7. Mai 2012

Wachstum nach dem Finanzkapitalismus?

von: Prof. Dr. Wolfgang Streeck
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.marqs / photocase.com

Nur mit Wachstum, so heißt es von allen Seiten, kann die Schulden- und Fiskalkrise überwunden werden. Doch über nichts sind die „Experten“ so uneins wie darüber, wo Wachstum herkommen soll. Seit den siebziger Jahren sind die Wachstumsraten in den reichen Industrieländern mehr oder weniger stetig zurückgegangen; dieser Trend müsste umgekehrt werden. In den Neunzigern sah es eine Zeitlang so aus, als könne dies gelingen; aber was damals vor allem wuchs, waren der Finanzsektor und die Verschuldung der privaten Haushalte. Von 1999 an war es dann eine nie dagewesene Geldschwemme, die zur Blasenbildung insbesondere bei Immobilien führte. In den neun Jahren bis 2008 stieg die Geldmenge im Euroraum um 110 Prozent, das Sozialprodukt (Inflationsbereinigt) aber nur um 50 Prozent; in den USA waren die Zahlen noch dramatischer. Dann kam der Crash.

Nichts scheint heute so dringlich wie die Beendigung dessen, was Ralf Dahrendorf in einem seiner letzten Aufsätze als „Pumpkapitalismus“ bezeichnet hat. Dazu bedarf es einer Regulierung der Finanzmärkte, die die Möglichkeit der Banken beschränkt, Kredite zu vergeben, etwa durch drastische Erhöhungen der Eigenkapitalquote. Zugleich müssen Kreditnehmer daran gehindert werden, zu viele Schulden zu machen, damit das Vertrauen in deren Abzahlung nicht ein weiteres Mal implodieren kann. Die „Schuldenbremsen“, die nun überall in Europa eingeführt werden sollen, sollen dies auch für die öffentliche Verschuldung durchsetzen. Kann es aber in reifen Industriegesellschaften höheres Wachstum überhaupt geben, vor allem, wenn die Geld- und Kreditproduktion auf ein nachhaltiges Niveau zurückgeführt werden muss? Die letzten anderthalb Jahrzehnte lassen daran Zweifel aufkommen.

Wachstum durch Sparen?

Auch auf kürzere Sicht sind die Wachstumsaussichten alles andere als gewiss. Keiner weiß wirklich, wie insbesondere in den Krisenländern des Mittelmeerraums neues Wachstum zustande kommen soll. Die einen setzen auf Austerität: die Konsolidierung der Staatsfinanzen, unter anderem durch Entlassung von Staatsangestellten, Senkung der Löhne, „Reformen“ der Sozialsysteme, allgemeine Deregulierung – die übliche neoliberale „Angebotspolitik“, die möglichen Investoren Vertrauen einflößen will. Aber woher soll dann die Nachfrage kommen, ohne die jedes Angebot ins Leere geht? Die andern fordern „Wachstumsimpulse“ zusätzlich zu den Sparmaßnahmen; die Rede ist von einem „Marshall-Plan“ oder Ausbildungsprogrammen für arbeitslose Jugendliche. Wie schnell wirken die, wenn überhaupt? Der Aufbau von Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen von außen in Infrastruktur und Ausbildung ist teuer und dauert lange; im Osten Deutschlands war er in zwei Jahrzehnten nur begrenzt erfolgreich, im italienischen Süden in sechs Jahrzehnten so gut wie gar nicht.

Nicht alle Länder sind gleich gut in der Lage, aus der Schuldenkrise „herauszuwachsen“. Deutschland könnte sich, wenn die Nachfrage der Chinesen und Amerikaner nach Audis und BMWs lange genug anhält (und wohl auch nur dann), vielleicht tatsächlich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Bei Griechenland, Spanien und Portugal dagegen, und in Zukunft, wenn sie einmal der EU beigetreten sein werden, bei Albanien, dem Kosovo, Bosnien und Serbien, müsste man fragen, in welchen Sektoren diese Länder überhaupt wettbewerbsfähig werden könnten, zumal in einer Währungsunion, die ihnen eine Abwertung verbietet. Wo soll Industriepolitik, wenn es sie jenseits neoliberaler Deregulierung überhaupt geben soll, in diesen Ländern ansetzen, auch in Anbetracht der Wachstumsreserven in Exportländern wie Deutschland? Tourismus und Sonnenenergie - wird gewöhnlich entgegnet. Würde das reichen, in Konkurrenz mit der Türkei, Tunesien, Marokko, um Hilfszahlungen von Norden nach Süden unnötig zu machen bzw. Forderungen nach ihnen verstummen zu lassen?

Hinzu kommen grundsätzlichere Fragen, die sich heute selbst Ökonomen aufdrängen. Was meinen wir, wenn wir von Wachstum sprechen? Ist Wirtschaftswachstum nur dann vorhanden, wenn wir Wirtschaft mit Geldwirtschaft gleichsetzen? Nur wo für etwas gezahlt wird, erscheint es im Kontensystem der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die Wirtschaft wächst, wenn mehr Kinder in der Kita aufgezogen werden, weil Gebühren, Löhne und Steuern anfallen; sie wächst nicht oder schrumpft, wenn mehr Kinder in der Familie betreut werden. Sie wächst, wenn wir eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben statt den Pizzateig selber zu kneten, und sie wächst nicht, wenn wir uns entscheiden, weniger Geld zu verdienen, um uns mehr um Familie, Freunde und Nachbarn zu kümmern. Wenn wir dem Nachbarn den Rasen mähen und er uns dafür Äpfel von seinem Baum pflücken lässt, entsteht kein Wachstum; wenn der Nachbar einen Gärtner beschäftigt und wir unsere Äpfel im Supermarkt kaufen, entsteht Wachstum. Ob das Selbstgemachte oder geldlos Getauschte besser oder schlechter ist als das Ge- oder Verkaufte, spielt in den Konten, mit denen wir unsere Wirtschaftsleistung messen, keine Rolle.

Geld und Wachstum

Wachstum, landläufig definiert, ist zu einem guten Teil nichts anderes als Umwandlung nichtmonetärer in monetäre Transaktionen. Das kann, muss aber nicht unbedingt wohlfahrtsteigernd sein. Oft ist es ja gerade das Unbezahlbare und Unbezahlte, das Menschen glücklich macht; und wie eine moderne Geldwirtschaft sich verselbständigen und dabei für die Gesellschaft hoch riskant werden kann, erleben wir momentan. Hier setzt denn auch das gestiegene Interesse an neuen, alternativen Geldkonzepten an, ebenso wie eine neue oder erneuerte Wachstumskritik. Tatsächlich ziehen alle Gesellschaften der Kommerzialisierung Grenzen, indem sie Güter und Dienste identifizieren, die nicht gegen Geld gehandelt werden dürfen. Viel spricht dafür, dass die Festsetzung solcher Grenzen umso wichtiger wird, je höher entwickelt eine Geld- und Marktwirtschaft ist; man erinnere sich an die gewerkschaftlichen Forderungen der 1980er Jahre nach der 35-Stunden-Woche, zur Wiedergewinnung „freier“, nicht verkaufter und entlohnter Zeit.

„Gut“ ist Wachstum allerdings fast immer für Staat und Unternehmen: für den ersteren, weil er nur monetarisierte Leistungen besteuern kann, und für die letzteren, weil Mehrwert und Gewinn nur erzielbar sind, wenn Geld im Spiel ist (Marx: G→W→G‘). Dann ist es auch egal, ob das „Sozialprodukt“ durch kostspieligere Reparaturen von Unfallautos steigt, durch steigende Umsätze privater Sicherheitsdienste als Folge steigender Kriminalität, durch eingebauten Verschleiß in Waschmaschinen oder durch Energieverschwendung. Auch Gewerkschaften, die sich um die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme sorgen müssen, können vergessen, dass weniger Wachstum nicht notwendig weniger gesellschaftlichen Nutzen bedeuten muss. Dann werden sie beispielsweise in Einheitsfront mit den Arbeitgebern eine Steigerung der Erwerbsquote um jeden Preis und geradezu um ihrer selbst willen betreiben (Mütter mit Kleinkindern!) oder beispielsweise fordern, dass Nachbarschaftshilfe als Schwarzarbeit bekämpft wird. Probleme wie diese sind Ausgangspunkte der immer populärer werdenden Kritik der neuen Wohlfahrts- oder „Glücks“-Ökonomie an der in den Nachkriegsjahren etablierten Art der Messung des Sozialprodukts und seines Wachstums.

Ein zweiter Ansatz der neuen Wachstumskritik geht von dem Umstand aus, dass, kurz formuliert, die Wachstumsrate einer Volkswirtschaft nicht dasselbe ist wie ihr Zuwachs. Ein Sozialprodukt von 100 Euro nimmt bei einer Wachstumsrate von drei Prozent im Jahr um drei Euro zu; geht das Wachstum aber auf dem demselben Niveau weiter, beträgt der Zuwachs 20 Jahre später wegen des Zinseszinseffekts fast das Doppelte: 5,30 Euro, und bei vier Prozent mehr als das Doppelte: 8,43 Euro. Bei konstanten Wachstumsraten wächst der absolute Zuwachs exponentiell – was die Frage aufwirft, wie lange so etwas eigentlich weitergehen kann. Gibt es Grenzen des Wachstums – in der Ressourcenausstattung unseres Planeten oder der Marktfähigkeit des Menschen? Von solchen war und ist immer wieder die Rede, und vielleicht geht das langfristige Sinken der Wachstumsraten seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ja schon auf sie zurück. Möglicherweise würde es ja auch reichen, wenn wir jedes Jahr denselben absoluten Zuwachs hätten, bei dann sinkenden Wachstumsraten. Allerdings löst schon der bloße Gedanke daran Angst und Schrecken aus: bei profitsuchenden Unternehmen, bei Regierungen, die ihre Haushalte sanieren und Verteilungskonflikte bewältigen wollen, und bei Sozialversicherungsanstalten aller Art.

Die Grenzen des Wachstumsmodells

Noch radikaler ist der Gedanke, dass wir vielleicht überhaupt kein Wachstum mehr brauchen. Die ökonomische Standardtheorie unterstellt, dass die Bedürfnisse des Menschen als Konsumenten nach oben unendlich sind. Aber wenn man sieht, wie viel Aufwand heute betrieben werden muss, um neue Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu erzeugen – durch eine immer raschere „Produktinnovation“ und kostspieligere Werbung – dann können einem Zweifel kommen. Die Furcht, dass die Märkte der reichen Gesellschaften sich eines Tages als gesättigt herausstellen könnten, sitzt jedenfalls tief – und ebenso die Ängste, die sich mit der immer weiter um sich greifenden Erkenntnis verbinden, dass eine Ausdehnung der in Westeuropa und den USA geltenden Konsumnormen auf die gesamte Weltbevölkerung schon wegen der Endlichkeit der Natur völlig ausgeschlossen ist.

Andererseits: was soll man aus dem Umstand machen, dass frühere Vorhersagen von Marktsättigung und Wachstumsende sich nicht bewahrheitet haben? Nach den beiden Ölkrisen gab es eine weitverbreitete Endzeitstimmung. Dann aber begann die mikroelektronische Revolution, die alle damals bekannten Maschinen und Gebrauchsgüter entwertete und einen völlig unvorhergesehenen, gigantischen Nachfrageschub in Gang setzte. Ihr folgte die Revolutionierung der Finanzmärkte, die die nächste Nachfragewelle durch die reichen Gesellschaften des Westens schwappen ließ. Heute gibt es die – bis jetzt – explosiv wachsende Konsumgesellschaft Chinas. Mit Artikel 3 des Rheinischen Grundgesetzes könnte man versucht sein zu sagen: „Et hät noch emmer joot jejange“. Aber muss man nicht fürchten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es auch weiterhin gut geht, in dem Maße abnimmt, wie man sich darauf verlässt?

Vielen kommen heute jene Stimmen immer vernünftiger vor, die nach Entschleunigung, Null- oder gar Minus-Wachstum rufen und uns eine Lebensweise mit mehr Bescheidenheit und weniger Zeit-, Material- und Gesellschaftsverbrauch nahelegen – einschließlich einer neuen Konsumkultur, mit der wir uns auf andere, weniger materialistische Formen des Wohlstands hin um freuen würden, auf Ferien zuhause oder am Steinhuder Meer statt auf Mallorca. Führt man sich dann allerdings die unglaublich gestiegene Unbescheidenheit am oberen Rand der Gesellschaft und die geradezu obszön gewachsene soziale Ungleichheit vor Augen, muss einem dies sofort völlig unrealistisch und geradezu naiv erscheinen. Wieso soll sich ein Automobilarbeiter mit weniger zufrieden geben, wenn sein oberster Chef gerade ein Jahresgehalt von 17 Millionen Euro eingesackt hat? Da wird Wachstum dann wieder mindestens zur Verhinderung von Verteilungskämpfen unentbehrlich – was freilich nicht heißt, dass es Wachstum auch dann noch geben wird, wenn das Doping der kapitalistischen Wirtschaft mit synthetischem Geld bis auf weiteres nicht mehr möglich ist.

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Kommentare zu diesem Artikel

KOMMENTARE

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A. Meyn, Hamburg schrieb am 28. Mai 2012 um 20:28 Uhr:


Michael Wendl schrieb:
Ein Teil der Verschuldung wird überflüssig werden, wenn bestimmte niedrige Einkommen so angehoben werden, dass eine Verschuldung nicht mehr nötig ist. Ein weiterer Teil der Verschuldung wird wegfallen können, wenn bestimmte Dienstleistungen, wie z.B. ein Studium nicht mehr per Kredit finanziert werden, sondern als unentgeltliche öffentliche Leistung angeboten werden. Ein Teil der Staatsschulden wird überflüssig, wenn die hohen Einkommen, aber auch bestimmte Unternehmensgewinne angemessen besteuert werden. Kapitalgedeckte Alterssicherungssysteme können schrittweise auf eine Umlagefinanzierung umgestellt werden, wenn die Löhne so steigen, dass höhere Sozailversicherungsbeiträge möglich sind, damit würde auch das enporme Volumen anlagesuchenden Kapitals auf den Finanzmärkten eingeschränkt werden. Da Wolfgang Streeck zitiert inzwischen Marx und dessen "Mehrwert". Wenn das richtig, gilt die dazu konkurrierende Grenzproduktivitätstheorie des Lohnes nicht mehr, die bisher hohe Löhne im Bereich der personennahen Deinstleistungen verhindern sollte. Wenn es also über radikale Umverteilung wieder Wachstumsimpulse geben kann, wazu dann das Philosophieren über ein Ende des Wachstums oder eine geld- bzw. zinslose Wirtschaft in der Tradition von Proudhon und Gesell? Dann lieber doch Keynes mit seiner Botschaft von der sanften Euthanasie des Rentiers und ein wenig Staatsverschuldung für die kleinen Sparer und den Staat als disponibles Geld für eine aktive Konjunkturpolitik.

Lieber Kollege Wendl!
Wachstum läßt sich sicher erzeugen, wenn Löhne steigen. Nur diese sind auch wiederum Kosten, die erwirtschaftet werden müssen. Sonst landen wir schnell in eine vergleichbare wirtschaftliche Situation, wie sie zur Zeit in Griechenland herrscht. Im übrigen sollten wir uns wirklich mit den Thesen von Professor Streeck vertraut machen, die Wachstumtheorien nach Keynes als schädlich betrachten.
Mit freundlichen Grüßen
A. Meyn

Saral Sarkar schrieb am 23. Mai 2012 um 19:45 Uhr:

Solange der Kapitalismus nicht kritisiert wird, sind alle solche Artikel und Kommentare nur Herumreden um den heißen Brei. Die Gewerkschaften, ihre Mitglieder und Ökonomen wie Prof. Streeck haben einfach Angst.
Eine gerechte Gesellschaft und eine ökologisch und ressourcen-bezogen nachhaltige Ökonomie sind nur im Sozialismus möglich. Schluss der Diskussion.

Franz Josef Sünneke schrieb am 16. Mai 2012 um 20:37 Uhr:

....das viele Gerede um Ansichten hilft überhaupt nicht, wenn man jetzt endlich zu der Einsicht kommt, das das getan werden muß um den unsäglichen Finanzkapitalismus in die Schranken zu weisen und für eine Real-Wirtschaft Sorge zu tragen! Warum führen wir nicht ein Trennbankensystem ein damit die Casino-Wirtschaft gestoppt wird!,
mfg. FJS

Beate schrieb am 15. Mai 2012 um 21:40 Uhr:

Ein steigender Aussenbeitrag gauckelt Wachstum vor.
Aussenbeitrag = Exporte - Importe.
Um den Aussenbeitrag zu erhöhen muß die Einkommensverteilung geändert werden, da zwingend Vermögenswerte im Ausland teuer sind und deshalb zu deren Erwerb eine ungleichere Einkommensverteilung die Voraussetzung ist.
Ein wachsender Aussenbeitrag geht also mit Wohlstandsverlusten einher.
Interessante Frage warum Schiller das Ziel des ausgeglichenen aussenwirtschaftlichen Gleichgewichtes nicht in den Verfassungsrang also ins GG aufgenommen wurde.
Dieses Gebot ist äquivalent zum Sozialstaatsprinzip.
Denn ein sinkender Aussenbeitrag erfordert soll das BIP nicht sinken , ZWINGEND eine andere Verteilung der Einkommen. Eine gleichmäßigere.
Also das Gegenteil von dem , was Herr Prof. Dr. Dr. Streek jahrelang, (aus einem Bauchgefühl heraus) propagiert hat.
Senkt die Lohnnebenkosten also die Löhne.
Diese führen nur zu einem höheren Aussenbeitrag.
Heute meldete die FTD Commerzbank bettelte deutsche Unternehmen an, nehmt mehr Kredite bei uns auf.
Da gibt es offentsichtlich Zusammenhänge!

Jan Sebastian schrieb am 9. Mai 2012 um 19:05 Uhr:

Wo schon verdammt viel ist, kann nicht mehr viel wachsen, das ist doch klar. Ich schlage vor, einen neuen heidnischen Brauch einzuführen: jedes halbe Jahrhundert mögen die Menschen ihre Infrastrukturen und Produktionsmittel zertören. Dann wird ein rauschendes Fest gefeiert und in einem Mega-Konjunkturzyklus für die nächsten 50 Jahre alles wieder aufgebaut. So und nicht anders bekommt man Vollbeschäftigung und hübsche Wachstumsraten hin.

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Prof. Dr. Wolfgang Streeck
Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und Mitglied der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftli­chen Fakultät der Universität zu Köln.
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