Gegenblende – Das Debattenmagazin | Ausgabe 13: Januar/Februar 2012 | NACHGEFRAGT bei Prof. Dr. Krystyna Iglicka in Warschau

Thema der Ausgabe 08: März/April 2011 Der Wert der Arbeit

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Montag, 4. April 2011

NACHGEFRAGT bei Prof. Dr. Krystyna Iglicka in Warschau

von: Susanne Schade, Wojciech Nowak

Ab 1. Mai 2011 gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Deutschland für die osteuropäischen Nachbarländer. Die renommierte Wirtschaftswissenschaftlerin und Demographin Iglicka nimmt hierzu in einem Interview der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOWA) der Europa-Universität Frankfurt/Oder aus polnischer Sicht Stellung. Prof. Dr. Krystyna Iglicka ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Demografin an der Hochschule für Handel und Recht „Ryszard Łazarski“ in Warschau. Sie ist Expertin der polnischen Regierung in Fragen der Migrationspolitik, ehemalige Dozentin an amerikanischen und europäischen Universitäten, Autorin der Monographie „Poland's Post-War Dynamic of Migration“ und verfasste über 70 wissenschaftliche Werke zum Thema der Demografie und Migration, veröffentlicht in Polen, Großbritannien und den USA.

KOWA: Frau Professor Iglicka, auf Basis Ihrer Analysen sagen Sie voraus, dass die Anzahl polnischer Staatsbürger, die in Deutschland arbeiten, schon in den ersten Jahren nach dem 1. Mai 2011 auf bis zu einer Million ansteigen kann. Sie sprechen sogar von einer zweiten großen Arbeitsmigrationswelle, vergleichbar mit der nach England und Irland, beides Länder, die ihre Arbeitsmärkte für die Bürger der neuen EU-Mitgliedsstaaten sofort nach dem Beitritt dieser zur EU im Jahr 2004 öffneten. Im Vergleich zu vielen anderen, die keine so bedeutende Arbeitsmigration aus Polen nach Deutschland voraussehen, ist das ein ziemlich radikaler Standpunkt.

Prof. Iglicka: Man darf nicht vergessen, dass sämtliche Migrationsprognosen mit einem großen Fehlerrisiko behaftet sind. Die Expertisen und Analysen zur Situation nach 2004 kamen zu dem Ergebnis, dass zum Zweck der Arbeitsaufnahme rund 60.000 Bürger auswandern werden. Diese Prognosen haben eine ganze Bandbreite von Faktoren berücksichtigt, die sich auf eine Migration nachteilig auswirken, wie zum Beispiel die relativ weite geographische Entfernung oder die sogenannten „gesellschaftlichen Kosten“, d.h. die Notwendigkeit einer Trennung von Familien. Sie gingen auch von der Prämisse aus, dass Polen nach der Überwindung des Kommunismus kein Land mehr ist, aus dem man auswandern muss um bessere Lebensperspektiven zu erhalten. Heute weiß man jedoch, was tatsächlich passiert ist. Meine Schätzungen, dass bis zum Ende des Jahres 2012 (also innerhalb eines Zeitraums von anderthalb Jahren nach der endgültigen Öffnung des Arbeitsmarktes) bis zu einer Million Polen mit dem Ziel der Arbeitssuche nach Deutschland auswandern werden, können tatsächlich sehr hoch erscheinen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der deutsche Arbeitsmarkt bereits jetzt an zweiter Stelle steht, wenn es um die Anzahl der dort arbeitenden Polen geht. Diese Zahl wird derzeitig auf ca. 400.000 geschätzt und ist seit 2004 trotz des geschlossenen Arbeitsmarktes dynamisch angestiegen. Man nimmt an, dass in Großbritannien ca. 600.000 polnische Bürger arbeiten – auch wenn die Schätzungen hier weit auseinandergehen. Es handelt sich hier also bereits heute um durchaus vergleichbare Zahlen. Die Arbeitslosenrate beträgt in Polen aktuell ca. 13%, was bedeutet, dass in Polen über zwei Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Arbeit bleiben. Man nimmt außerdem an, dass diese Zahl in der nächsten Zeit noch ansteigen wird. Wenn man davon ausgeht, dass nur ein Viertel oder ein Drittel dieser Personen sich dafür entscheidet eine Arbeit in Deutschland zu suchen und zusätzlich die Faktoren berücksichtigt, die eine Migration begünstigen, wie z.B. persönliche Netzwerke, eine gute Kenntnis des deutschen Arbeitsmarktes durch polnische Arbeitnehmer sowie den wahrscheinlich wichtigsten Punkt, die geographische Nähe, dann erscheinen diese Schätzungen nicht übertrieben.

KOWA: Lässt sich ermitteln, welche Regionen Polens besonders betroffen von einer Arbeitsmigration in andere EU-Länder sind?

Prof. Iglicka: Die regionale Migrationskarte Polens hat sich seit dem Jahr 2004 sicherlich verändert. Einbezogen in die Migration wurden neue Regionen, vor allem aus dem sogenannten „Polen B“, also aus dem östlichen Polen, und hier vor allem die Wojewodschaften Karpatenvorland (podkarpackie) und Heiligkreuz (świętokrzyskie). Vor 2004 gab es zwei solcher Migrationszentren, einerseits Schlesien-Oppeln mit einer traditionellen Auswanderung nach Deutschland und andererseits Podhale mit einer Auswanderung in die Vereinigten Staaten. Nach 2004 fand eine Migration, wie ich schon sagte, vor allem aus „Polen B“ statt, einem vernachlässigten Teil des Landes, wo es die niedrigsten Löhne und die höchste Arbeitslosigkeit gibt. Nach dem 1. Mai 2011 ist eine größere Migration aus den westlichen Regionen Polens nach Deutschland zu erwarten, vor allem in Form von Pendelmigration. Im Fall der Migration aus den Regionen Ostpolens wird man zunächst vor allem kurzfristigere Auswanderungen beobachten können, die mit der Zeit zu längeren Aufenthalten werden und schließlich in eine Ansiedlung im Einwanderungsland münden.

KOWA: Welche Länder waren die Hauptziele der polnischen Arbeitsmigration vor und nach dem Jahr 2004? Kann man in dieser Hinsicht für die nächsten Jahre mit entscheidenden Veränderungen rechnen?

Prof. Iglicka: Wie von mir schon erwähnt war bis zum Jahr 2004 Deutschland an erster Stelle, was die Migration aus Polen betrifft und die USA an zweiter. Nach 2004 hat sich die Geographie der Arbeitsmigration aus Polen entscheidend verändert. An erster Stelle fand sich nun Großbritannien, an zweiter Stelle Deutschland, an dritter Irland und dann Italien. In letzter Zeit sind die Niederlande zu einem beliebten Migrationsziel geworden, wo man die Anzahl der dort arbeitenden Polen auf ca. 150.000 schätzt, sowie Norwegen. Im Jahre 2009, befragt nach einer Präferenz für potenzielle Ziele der Arbeitsmigration, findet sich bei den Polen wieder Deutschland auf dem ersten Platz. Es sind also große Erwartungen im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktöffnung durch Deutschland in Polen zu beobachten.

KOWA: Welche Berufsgruppen emigrieren am häufigsten aus Polen mit dem Ziel der Arbeitsaufnahme im Ausland?

Prof. Iglicka: Vor diesem Hintergrund lässt sich die polnische Emigration nicht kategorisieren. Man kann auf Modellbasis, also stark vereinfacht, zwei Typen von polnischen Arbeitsmigranten unterscheiden. Der erste ist gut ausgebildet und jung und nimmt eine Arbeit unterhalb seiner Qualifikation an. Polnische Migranten nehmen in den Ländern der Europäischen Union oft Arbeiten an, die in der Literatur als „3D“-Arbeiten (dirty, difficult, dangerous) bezeichnet werden. Viele Rückkehrversuche dieser jungen Leute nach ihrem Aufenthalt im Ausland sind sehr schwierig, weil sie im Lebenslauf nichts zu bieten haben und daher Orientierungsschwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben. Die zweite Kategorie umfasst den sprichwörtlichen „polnischen Klempner“, also mittel- oder manchmal auch hochqualifizierte Spezialisten, wie z.B. Kraftfahrer, Klempner, Bauarbeiter, Mechaniker, für die es auf den europäischen Arbeitsmärkten einen großen Bedarf gibt. Unabhängig davon in welchem Land sie arbeiten, sind sie weiterhin in ihren Berufen tätig, lediglich die Höhe des Einkommens, das sie für diese Arbeit bekommen, unterscheidet sich.

KOWA: Was war die Ursache für ein derartiges Erstarken der Emigration aus Polen in EU-Länder nach 2004?

Prof. Iglicka: Es waren offensichtlich ökonomische Gründe. Während man vor 1989 diese Gründe noch in politische und ökonomische aufteilen konnte, dominiert jetzt deutlich der ökonomische Faktor. Die demografischen Entwicklungen sollten dabei auch berücksichtigt werden. Um das Jahr 2004 herum gelangte eine Generation geburtenstarker Jahrgänge aus der ersten Hälfte der 80er Jahre auf den polnischen Arbeitsmarkt, für die es offensichtlich dort keinen Platz gab. Außerdem konnte man dabei einen Zusammenhang mit dem damaligen Bildungssystem beobachten, das nicht den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes angepasst war. Beigetragen haben dazu in erster Linie private, kommerziell orientierte Hochschulen und Universitäten, die massenweise junge Menschen vor allem in den humanistischen Fachrichtungen ausgebildet haben.

KOWA: Also ist die Emigration aufgrund der Begeisterung für einen bestimmten Lebensstil oder eine bestimmte Kultur in einem anderen Land der EU eine in Polen eher marginale Erscheinung?

Prof. Iglicka: Ja, so wie auch die Anzahl der im Ausland studierenden Polen jetzt merklich fällt.

KOWA: Zusammenfassend beobachten Sie als Hauptursachen für eine so hohe Emigration polnischer Bürger in EU-Länder nach 2004 die fehlenden Perspektiven für diese in Polen?

Prof. Iglicka: …die niedrigen Löhne und hohe Arbeitslosenzahl, die unter Hochschulabsolventen 30% überschreitet.

KOWA: Wie sind vor diesem Hintergrund die Reaktionen in der gesellschaftlichen und politischen Debatte in Polen? In Ihren Aussagen weisen sie oft darauf hin, dass die Emigration von jungen Leuten schon seit einer ganzen Weile, abgesehen von einigen Vorteilen, aus polnischer Perspektive aus vielen Gründen als negative, oder sogar destruktive Erscheinung aufgenommen wird. Was sind die Reaktionen der Politik, der Gewerkschaften und anderer gesellschaftlicher Einrichtungen?

Prof. Iglicka: Im Augenblick ist dieses Thema Gegenstand einer intensiven gesellschaftlichen Debatte in Polen. Vor allem auf der Ebene des medialen Diskurses wird diese Debatte, in der die genannten Entwicklungen als gesellschaftliche und politische Niederlage verstanden werden, sehr lebhaft und außergewöhnlich bitter geführt. Ich habe schon oft den Ausdruck verwendet, dass Polen das „Mexiko Europas“ ist. Das sind natürlich sehr radikale und auch schmerzhafte Worte. Polen ist schon seit langer Zeit ein traditionelles Auswanderungsland gewesen. Es gibt schließlich eine Reihe polnischer Diasporen über die ganze Welt verstreut, was immer als sehr positiv wahrgenommen wurde. Diese Einstellung unterliegt seit einer gewissen Zeit allerdings einem Wandel. Die gegenwärtige Emigration hat nicht dieselbe Grundlage wie früher. Einst sind die Polen in die USA ausgewandert um ein „besseres Leben“ zu führen oder weil dort die „freie Welt“ war. Schon in der Wahlkampagne 2007 wurde durch die damalige und jetzige Regierungspartei Platforma Obywatelska (Bürgerplattform) die Notwendigkeit einer Rückkehr ins Land thematisiert. Der Premierminister Donald Tusk berührte damals einen der schmerzhaftesten Punkte, der für einen sehr großen Teil der polnischen Familien ein großes Problem war. Fast jeder hat jemanden in der Familie, der das Land verlassen hat. Die Menschen haben damals gespürt, dass das eine perspektivisch falsche und sinnlose Entwicklung war. Leider fiel die Kampagne, die junge Polen veranlassen sollte ins Land zurückzukehren, zeitlich mit dem Beginn der Finanz-und Wirtschaftskrise im Herbst 2008 zusammen. Die Politiker hüllten sich damals in Schweigen. Niemand sprach mehr von massenhafter Rückkehr. Man musste befürchten, dass die Arbeitslosenrate, die vorher plötzlich fiel, weil durch die Auswanderung auch die Arbeitslosigkeit „exportiert“ wurde, sofort ansteigen würde.

Konservative politische Kreise gingen dazu über, die „gesellschaftlichen Kosten“ der Emigration, hervorgerufen vor allem durch die Trennung von Familien, zu thematisieren. Nach 2004 war ein Phänomen zu beobachten, das von den Medien als die „EU-Waisen“ bezeichnet wurde. Dabei handelt es sich um Kinder, die von ihren Eltern, die ins Ausland auswanderten, in Kinderheimen oder in Obhut entfernter Verwandter zurückgelassen wurden. Im ländlichen Raum entstand außerdem die Institution einer sogenannten „Tante“, d.h. einer Dorfbewohnerin, die sich gleichzeitig beispielsweise um 12 Kinder kümmerte. Die Medien schätzten die Zahl dieser Kinder anfangs auf ca. 150.000. Untersuchungen, die vom Kinderrechtsbeauftragten durchgeführt wurden ergaben, dass es ungefähr 15.000 solcher Fälle gab, ohnehin eine sehr hohe Zahl. Ein zweites wichtiges gesellschaftliches Problem, das sich aus dem Jahr 2004 ergab, war eine Zunahme der Scheidungen von ca. 40.000 jährlich bis zum Jahr 2004 auf bis zu 70.000 im Jahr 2007. Trennungen und mit einer Emigration verbundener Stress begünstigen sicherlich keinesfalls die Festigung von Familien. Was man im Augenblick beobachtet, ist aus der Perspektive dieser Kinder und Familien ein wenig erfreulicher: Die neuesten Statistiken zeigen für das Jahr 2009 eine Zahl von 130.000 polnischen Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren, die in Großbritannien leben. Laut dieser Daten ist die Hälfte der Kinder bereits auf der Insel zur Welt gekommen, während die zweite Hälfte von den Eltern aus Polen nachgeholt wurde. In früheren Jahren waren diese Zahlen nicht so hoch. Man kann also davon ausgehen, dass die Gruppe der polnischen Auswanderer sich dort insoweit stabilisiert hat, dass sich die Menschen dazu entschieden haben ihre Kinder nachzuholen.

Gleich nach dem 1. Mai 2004 wurden die Polen durch verschiedene Aufrufe in den Medien zur Arbeit in anderen EU-Ländern ermutigt, worauf sich sofort ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften einstellte. In Konsequenz dessen entstanden Slogans, wie beispielsweise „Union, gib uns unseren Klempner zurück.“ Im Kontext der Arbeitsmarktöffnung für Polen durch Deutschland ab dem 1. Mai 2011 gibt es immer mehr Stimmen, die vor einer gezielten Abwerbung polnischer Arbeitskräfte nach Deutschland warnen. Das Phänomen einer massenhaften Auswanderung von Polen in die Länder der EU wird nun nicht mehr ausschließlich als etwas Positives betrachtet. In der gegenwärtigen Debatte zeigen sich Ängste im Zusammenhang mit einem Verlust gut ausgebildeter und junger Arbeitskräfte.

KOWA: In Deutschland setzt man im Augenblick große Hoffnungen auf einen Ausweg aus einem angenommenen Fachkräftemangel durch den Import von Fachkräften aus Polen. Im Rahmen eines offenen Arbeitsmarktes werden für Jugendliche bereits Angebote zur Berufsausbildung vorbereitet, die mit guten Chancen auf eine spätere attraktive Arbeitsstelle in Deutschland verbunden sind. Diese Pläne werden von Polen aus sicher mit einer gewissen Skepsis betrachtet.

Prof. Iglicka: Ja, mit großer Skepsis, sogar mit Angst. Aus der Perspektive der deutschen Wirtschaft ist das eine tolle Idee. Aus der Perspektive des Einzelnen und seiner unmittelbaren Umgebung betrachtet, ist dieses Angebot mit Sicherheit ebenfalls sehr attraktiv. Dies beinhaltet die Chance auf eine grundlegende Berufsausbildung und in der Folge auch eine gute Arbeit in Deutschland. Allerdings haben wir es hier mit einer komplett neuen Situation zu tun. Nach 2004 sind viele junge Leute aus Polen nach Irland oder Großbritannien ausgewandert und haben sich dort selbst eine Arbeit gesucht. Es gab keinerlei Initiativen dieser Länder, die sie dazu veranlasst haben. Hingegen sind solche Ideen auf deutscher Seite eine klare Abwerbung von Arbeitskräften. Es ist bekannt, dass die demografische Situation in Deutschland außergewöhnlich schwierig ist. Ebenfalls ist laut Prognosen bekannt, dass die deutsche Wirtschaft für die Beibehaltung des Wirtschaftswachstums im gegenwärtigen Tempo laut Prognosen 300-400.000 qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. Letztendlich kann man davon ausgehen, dass die deutsche Industrie dieses Defizit nicht mit Arbeitskräften aus anderen EU-Ländern außer Polen, beispielsweise aus Italien, Spanien, Frankreich oder auch Großbritannien ausgleichen wird. Andererseits sind die deutschen Absichten verständlich. Meiner Meinung nach würde sich auch in Polen ein Politiker finden, der auf eine solche Idee kommen würde, wenn Polen diese Voraussetzungen und Möglichkeiten wie Deutschland hätte. Aus der polnischen Perspektive allerdings können diese Vorgänge sehr ungünstige Folgen haben. Sämtliche demografische Prognosen gehen von einem starken Rückgang der Bevölkerung in Polen aus. Die Geburtenraten gehören bereits zu den niedrigsten in ganz Europa. Ein zusätzliches Problem ist die fehlende Immigration nach Polen. Durch den Beitritt zur EU und dem Schengener Abkommen hat Polen sein traditionelles Hinterland des Arbeitskräftezuflusses aus der Ukraine und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion verloren. Derzeitig finanziert in Polen jeder Erwerbstätige eineinhalb Rentner. Alle genannten Faktoren könnten zu einer Situation führen, in der in der nächsten Generation beispielsweise ein Erwerbstätiger für vier Rentner aufkommen muss. Und dann würden wahrscheinlich alle dieses Land verlassen.

Vielen Dank für das Interview!


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Wojciech Nowak
Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter bei der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt an der Europa-Universität Viadrina (KOWA).
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