KOMMENTARE
Danke für diesen Beitrag. Die Verbindung zum Thema versteht sich durch durch omnipotente Kapitalismuskritik von selbst.
Berthold Goergens schrieb:
Die Geschichte des heutigen Neoliberalismus muss noch geschrieben werden, aber sie passt zu diesen gewaltmässigen Reformen der EU:
Vorerst erfolgt es in der Form von Thesen.
1. Die entwickelten, kapitalistischen Staaten befanden sich in der moralischen und strategischen Defensive.
2. Der Vietnam-Krieg näherte sich dem Ende – moralisch und militärisch war er durch die –US-Führung und der sie bestimmenden Monopole – der Militär-Industrielle Komplex usw. usf. – verloren.
3. Das internationale System des Finanzkapitals – Bretton Woods genannt - befand sich in der Krise und ging seinem wohlverdienten Ende entgegen.
4. Die „sozialistische“ Bewegung befand sich auf dem Vormarsch – was sich noch als schwere Hypothek erweisen sollte.
5. Zum ersten Mal in der Geschichte deutete sich in Chile der demokratische Übergang zum einem pluralistischen Sozialismus an.
6. Das Finanzkapital gab nicht auf, wie es Rudolf Hilferding in seinem epochalen Buch analysierte – das auch in Fachkreisen der 4.Band des Kapitals genannt wird – es ist zäh und kämpft mit allen legalen und illegalen Mitteln und Methoden um seine Herrschaft.
7. Vom CIA und Kissinger gesponsert ergriffen die reaktionären Kräfte in Chile ihre Chance, dass ein instabiles Land durch Terror und das willige Militär unter Pinochet in den „Griff“ zu kriegen wäre.
8. Mit ungeheurer Brutalität wurde der Putsch durchgeführt, tausende wurden gefangen genommen und in das Stadion von Santiago de Chile eingesperrt, so wie es die Folterknechte des CIA von den deutschen Faschisten gelernt hatten und in Schulungen dem Militär in Lateinamerika beigebracht hatten.
9. Pinochet wusste mit der Staatsführung nichts anzufangen, also berief er OPUS DIE und die bei Milton Friedmann in Chikago ausgebildeten Wirtschaftsleute zu seiner Hilfe. Sie hatten freie Hand und übereigneten die Renten- und Krankenversicherung dem Markt und damit den Finanzkapitalisten, einschließlich der Deregulierung und Privatisierung des Bildungswesens konnten sie neoliberale Experimente ungehindert von demokratischen Regeln durchführen.
10. Alle Reaktionäre dieser Welt beobachteten diese Experimente aufmerksam und zogen ihre Schlüsse daraus. Thatcher und Reagan bauten Großbritannien und die USA nach diesem Modell um, nicht von ungefähr entließ Reagan streikende Beschäftigte einer Airline, denn zur Ideologie des Neoliberalismus gehört die These, dass nur der ungehinderte Vergleich auf den internationalen Märkten, den Fortschritt im Sinne des Kapitals gewährleistet.
11. Die Verkehrsdienstleistungen entsprechen seither nicht den ökologischen Kosten, die diese verursachen, das ist ein neoliberales Tabu, daran darf nicht gerührt werden.
12. Auf der Basis des Kupferreichtums, der gewaltsamen Ausschaltung der Gewerkschaften konnte sich Chile erstaunlich schnell erholen und unter diesen Bedingungen konnten die Bedürfnisse der Mittelschicht befriedigt werden, so gewann der chilenische Faschismus eine zeitweilige soziale Basis.
13. Der Schröder und der Riester setzten die Rentenreform im Interesse ihres AWF-Freundes Maschmeyer mit der Riester-Rente im neoliberalen Sinn um, die Betrogenen sind die kommenden Rentnergenerationen.
Berthold Goergens, Frankfurt am Main
Die Ratifizierung des Fiskalpaktes ist leider schon sehr weit fortgeschritten, auch die anstehenden Klagen beim Verfassungsgericht dürften an einem "Durchmarsch" dieses Antisozial-Paktes nichts mehr ändern.
Ich halte es deshalb für angebracht, rechtzeitig eine Gegenstrategie für "danach" zu entwickeln und - besonders wichtig - auch gemeinsam mit allen Interessierten massiv vertreten.
Wie wäre es mit einem "EU-Sozialpakt", der - ähnlich verpflichtend wie der Fiskalpakt - soziale Grenzwerte, Mindesterfordernisse bei Einnahmen, wie Steuern etc. festschreibt und "automatische" Gegenmaßnahmen bei abweichungen auslöst?
dieser Vertrag zeigt die handlungsweise einer "polit. mafia" alles für
eine wirtschafts- und finanzspekulation zu tun aber nichts für reale
investitionen in die Arbeit.
Das ist schön das der DGB wach wird, aber wenn ich dem link lese http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=12909&Itemid=248
komme ich doch zu einem anderen Schluss.
So meine lieben DGB- Gewerkschaften, was wollt ihr wirklich?
Das interesse an der Gestaltung einer "sozialen" Marktwirtschaft habt ihr doch schon lange aufgegeben. Ihr habt die Hartz- Gesetzgebung begrüßt und mit ausformuliert. Eure Vorsitzenden schmusen mit dem Kapital. Das Interesse der eigenen Mitglieder wird zunehmend aus dem Blick verloren. Ohne Erpressung durch Hartz4 und Lohndumping via Zeitarbeit ständen alle Arbeitnehmer in Deutschlandbesser da .
Und jetzt ein Aktionstag mit einer Veranstaltung in Magdeburg, dass ist doch nur das Mäntelchen der Rosstäuscher. "Wir haben uns dagegen gestellt", das ist klassisches SPD- Verhalten. Hoffentlich haben die Gewerkschaften in Griechenland, Spanien und Italien mehr Eier in der Hose und legen die Wirtschaften lahm, und übernehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung. "Wenn mein starker Arm es will!
Die Geschichte des heutigen Neoliberalismus muss noch geschrieben werden, aber sie passt zu diesen gewaltmässigen Reformen der EU:
Vorerst erfolgt es in der Form von Thesen.
1. Die entwickelten, kapitalistischen Staaten befanden sich in der moralischen und strategischen Defensive.
2. Der Vietnam-Krieg näherte sich dem Ende – moralisch und militärisch war er durch die –US-Führung und der sie bestimmenden Monopole – der Militär-Industrielle Komplex usw. usf. – verloren.
3. Das internationale System des Finanzkapitals – Bretton Woods genannt - befand sich in der Krise und ging seinem wohlverdienten Ende entgegen.
4. Die „sozialistische“ Bewegung befand sich auf dem Vormarsch – was sich noch als schwere Hypothek erweisen sollte.
5. Zum ersten Mal in der Geschichte deutete sich in Chile der demokratische Übergang zum einem pluralistischen Sozialismus an.
6. Das Finanzkapital gab nicht auf, wie es Rudolf Hilferding in seinem epochalen Buch analysierte – das auch in Fachkreisen der 4.Band des Kapitals genannt wird – es ist zäh und kämpft mit allen legalen und illegalen Mitteln und Methoden um seine Herrschaft.
7. Vom CIA und Kissinger gesponsert ergriffen die reaktionären Kräfte in Chile ihre Chance, dass ein instabiles Land durch Terror und das willige Militär unter Pinochet in den „Griff“ zu kriegen wäre.
8. Mit ungeheurer Brutalität wurde der Putsch durchgeführt, tausende wurden gefangen genommen und in das Stadion von Santiago de Chile eingesperrt, so wie es die Folterknechte des CIA von den deutschen Faschisten gelernt hatten und in Schulungen dem Militär in Lateinamerika beigebracht hatten.
9. Pinochet wusste mit der Staatsführung nichts anzufangen, also berief er OPUS DIE und die bei Milton Friedmann in Chikago ausgebildeten Wirtschaftsleute zu seiner Hilfe. Sie hatten freie Hand und übereigneten die Renten- und Krankenversicherung dem Markt und damit den Finanzkapitalisten, einschließlich der Deregulierung und Privatisierung des Bildungswesens konnten sie neoliberale Experimente ungehindert von demokratischen Regeln durchführen.
10. Alle Reaktionäre dieser Welt beobachteten diese Experimente aufmerksam und zogen ihre Schlüsse daraus. Thatcher und Reagan bauten Großbritannien und die USA nach diesem Modell um, nicht von ungefähr entließ Reagan streikende Beschäftigte einer Airline, denn zur Ideologie des Neoliberalismus gehört die These, dass nur der ungehinderte Vergleich auf den internationalen Märkten, den Fortschritt im Sinne des Kapitals gewährleistet.
11. Die Verkehrsdienstleistungen entsprechen seither nicht den ökologischen Kosten, die diese verursachen, das ist ein neoliberales Tabu, daran darf nicht gerührt werden.
12. Auf der Basis des Kupferreichtums, der gewaltsamen Ausschaltung der Gewerkschaften konnte sich Chile erstaunlich schnell erholen und unter diesen Bedingungen konnten die Bedürfnisse der Mittelschicht befriedigt werden, so gewann der chilenische Faschismus eine zeitweilige soziale Basis.
13. Der Schröder und der Riester setzten die Rentenreform im Interesse ihres AWF-Freundes Maschmeyer mit der Riester-Rente im neoliberalen Sinn um, die Betrogenen sind die kommenden Rentnergenerationen.
Berthold Goergens, Frankfurt am Main