P Schmidt schrieb am 26. Dezember 2009 um 19:28 Uhr:

Verdeckte Aktivitäten
Im Abschnitt "Funktion und Dysfunktion des Finanzmarktkapitalismus" scheint mir ein Hinweis darauf zu fehlen, dass eine Trennung der Finanzwirtschaft in Realwirtschaft (Ware gegen Geld) und Spekulationswirtschaft (Geld gegen Gewinnoption) eingetreten ist, wobei die letzte Krise darin besteht, dass reale Werte (Immobilien u.a.) gegen Spekulationswerte (Derivate u.a.) eingetauscht werden sollten und die Akteure sich besonders bemühen, verdeckt zu bleiben. Fiktive Renditen aus Spekulationswerten sollen den Maßstab für Renditen aus Realwerten bilden (siehe Renditeziele der Deutschen Bank) - wenn die Banken DIESEN Maßstab an mittelständische Firmen und deren Arbeitsplätze anlegen, kommt es natürlich zur Kreditklemme.
Und der Staat schießt dann neues Geld nach, was von den Banken als neues Spielgeld gebunkert wird. Wenn die Banken ihre faulen Kredite offenbaren müßten, sowie Transparenz am Finanzmarkt dazu führt, dass sie auch belegen müssen, wieviel gebunkertes Kapital vorhanden ist, könnte die Wirtschaft einige Impulse erhalten. Aber natürlich ist eine Regierung aus den Interessenvertretern genau dieser Banken dazu nicht in der Lage - der öffentliche Druck in diese Richtung fehlt einfach.

Peter Christian Nowak schrieb am 20. Dezember 2009 um 20:22 Uhr:

Wer bringt Merkel und Co. zum Einlenken?
Sie verbreiten schon längst Bekanntes.
Sie müssen sich aber schon die Frage gefallen lassen: Was tut die Gewerkschaft, damit diese Politik der Ungerechtigkeit endlich aufhört?
Die Fragen stellen sich: Was tut die Gewerkschaft, damit die zur Kasse gebeten werden, die das Desaster verursacht haben...wer zahlt für die Krise?...wer bringt die Verantwortlichen, die Wirtschaftskriminellen der Finanzwirtschaft vor Gericht...warum haften diese Kriminellen nicht mit ihrem Privatvermögen?
Erkenntnisse zu verbreiten, die die meisten Bürger eh nicht verstehen, ist müssig. Für Bewanderte und Interessierte liegen die Dinge eh klar auf dem Tisch.
Was interessiert sind die Konsequenzen, die sich aus diesen Erkenntnissen ergeben.
Welche Maßnahmen an Protest und Widerstand schlägt die Gewerkschaft vor, um dieser Politik des Unrchts den Gar auszumachen?
Fachpolitische Vorträge sind es nicht, die die Merkel und Co. zum Einlenken bringen!

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit.