Gegenblende – Das Debattenmagazin | Ausgabe 01: Januar/Februar 2010

Thema der Ausgabe 01: Januar/Februar 2010 Wohin treibt Deutschland mit der Krise?

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Online-Magazin-Archiv

Montag, 22. Februar 2010

Editorial

Kai Lindemann

Westerwelle erweitert sich. Nach ausgiebiger Erfahrung mit der öffentlichen Verschleierung des FDP-Klientelismus, erkennt er nun, dass sich dessen grundlegende Ideen auch gut für Populismus eignen. Es ist die Zoologie des Neoliberalismus, die das Verständnis komplexer Gesellschaften auf ein primitives Reiz-Reaktions-Schema reduziert. Das scheint ihm bestens geeignet zur Diskussion der Situation von Hartz IV-Empfängern. Die politischen Folgen sind einkalkuliert.

Der Westerwelle-Populismus spaltet die Gesellschaft und fördert die Ausgrenzung einkommensschwacher Personen und Haushalte. Seine subversive "Hate-Speech" fördert die eh schon vorhandene politische und soziale Apathie der Bedürftigen. Westerwelle ist damit der populärste Vertreter der Gewinner-Verlierer-Mentalität. Es wird Zeit, dass er Erfahrungen auf der Verlierer-Seite sammelt.

Solidarische Grüße aus dem "späten Rom"
Kai Lindemann

08.12.2009

Per­spek­ti­ven ei­ner nach­hal­ti­gen In­dus­trie­po­li­tik

07.12.2009

Die Ent­fal­tung so­zia­ler Dienst­leis­tun­gen

08.12.2009

Der Wohl­fahrts­staat nach der Kri­se oder Die dop­pel­te Pri­va­ti­sie­rung des So­zia­len

08.12.2009

Welt­wirt­schafts­kri­se und Wohl­fahrts­staat

15.12.2009

Pre­ka­ri­tät im Fi­nanz­markt­ka­pi­ta­lis­mus

11.12.2009
Staats­fer­ne als Wunsch­den­ken
von: Dieter Pienkny
Nicht nur Hessen hat vorexerziert, wie sehr sich die Intendantenwahl durch das neue Farbenspiel nach Landtagswahlen beeinflussen läßt. Auch das ZDF als öffentlich-rechtliche Anstalt soll sich mehr nach dem politischen Strickmuster richten. Schließlich regiert die Union im Bund.
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14.01.2010
von: Dr. Thomas Sablowski
Der in den 1990er Jahren vorbereitete und in den letzten zehn Jahren auf breiter Front durchgesetzte autoritär-neoliberale Umbau der Hochschulen gleicht in seinen Dimensionen den Bildungsreformen der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Begriffe wie „Ökonomisierung der Bildung“ beschreiben diese Transformation nur ganz unzulänglich.
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09.12.2009
THE "CA­SA-GRAN­DE" SHARE­HOL­DERS
von: Leonardo Sakamoto
In Brasilien sind jedes Jahr tausende Landarbeiter in den armen Regionen gezwungen, auf Farmen und Holzkohlemeilern unter entwürdigenden Bedingungen zu arbeiten, ohne Möglichkeit, die Arbeitsbeziehung zu beenden. Ihre Zwangslage ist bestimmt von Einschüchterung und physischer Gewalt bis hin zum Mord. Diese Abhängigkeitsverhältnisse werden als moderne Sklaverei bezeichnet. Der brasilianische Politikwissenschaftler und Koordinator der NGO „Reporter Brazil“, Leonardo Sakamoto, argumentiert, dass das Auftreten von Formen der Sklaverei heute nicht ein Fortbestehen archaischer Produktionsmodi neben modernen darstellt, sondern dass die Überausbeutung von Arbeitskraft im Gegenteil unter bestimmten Bedingungen einen integralen Bestandteil des kapitalistischen Produktionsmodus ausmacht.
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18.12.2009
Sach­zwang am En­de
von: Jan Piegsa
Einige Tage nach der Bundestagswahl erscheint ein Buch der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel "Der gute Kapitalismus… und was sich dafür nach der Krise ändern müsste", versehen mit einem Vorwort von Gesine Schwan, der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin. Geschrieben haben es die Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Dullien, Hansjörg Herr und der Politologe Christian Kellermann, sie fordern eine fundamentale systemische Neuordnung.
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Hans Böckler Stiftung

Hans Böckler Stiftung

HBS

Die Hans-Böckler-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung und Organisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) mit Sitz in Düsseldorf. Sie ist benannt nach dem ersten DGB-Vorsitzenden Hans Böckler.

www.boeckler.de