Montag, 22. Februar 2010
Westerwelle erweitert sich. Nach ausgiebiger Erfahrung mit der öffentlichen Verschleierung des FDP-Klientelismus, erkennt er nun, dass sich dessen grundlegende Ideen auch gut für Populismus eignen. Es ist die Zoologie des Neoliberalismus, die das Verständnis komplexer Gesellschaften auf ein primitives Reiz-Reaktions-Schema reduziert. Das scheint ihm bestens geeignet zur Diskussion der Situation von Hartz IV-Empfängern. Die politischen Folgen sind einkalkuliert.
Der Westerwelle-Populismus spaltet die Gesellschaft und fördert die Ausgrenzung einkommensschwacher Personen und Haushalte. Seine subversive "Hate-Speech" fördert die eh schon vorhandene politische und soziale Apathie der Bedürftigen. Westerwelle ist damit der populärste Vertreter der Gewinner-Verlierer-Mentalität. Es wird Zeit, dass er Erfahrungen auf der Verlierer-Seite sammelt.
Solidarische Grüße aus dem "späten Rom"
Kai Lindemann