Gegenblende – Das Debattenmagazin | Ausgabe 15: Mai/Juni 2012 | Kapitalismus im Wachstumsdilemma

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Montag, 28. Mai 2012

Kapitalismus im Wachstumsdilemma

von: Prof. Dr. Klaus Dörre
Mann mit Baum

kallejipp / photocase.com

Als 2008/09 die wohl schwerste Wirtschaftskrise seit der großen Depression von 1929/32 einsetzte, folgte der Krisenverlauf vordergründig dem bekannten Muster. Als das BIP-Wachstum einbrach, nahmen Arbeitslosigkeit und Prekarität weltweit zu. Allein in China gingen ca. 20 Millionen Jobs verloren. In einigen BRICS-Staaten und auch in Deutschland zog die Konjunktur jedoch rasch wieder an. Das nun einsetzende Wirtschaftswachstum hat jedoch laut ILO global weder zu sinkenden Arbeitslosenquoten noch zu einer Korrektur des Polarisierungstrends bei Einkommen und Vermögen geführt. Im Gegenteil, auch im Beschäftigungswunder-Deutschland stagnieren  die Reallöhne trotz konjunktureller Belebung. Rechnet man statistische Effekte heraus, hat sich auch am Langzeittrend einer sinkenden Lohnquote zumindest bis zu den Tarifrunden 2012 nichts geändert. Die Konzentration der Vermögen hat im zurückliegenden Jahrzehnt zugenommen; das obere Zehntel der Haushalte verfügt über mehr als 50 % der Vermögenseinkünfte. Vorstände von DAX-Unternehmen, die in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre etwa vierzehn mal so viel verdienten wie ein durchschnittlicher Einkommensbezieher, kommen zwanzig Jahre später auf das zweiundfünfzigfache eines solchen Einkommens. Insgesamt zeichnet sich eine deutliche Umverteilung hin zu den Vermögenseinkommen und den einkommensstarken Haushalten ab. Diese Entwicklung trifft vor allem die untersten Einkommensklassen. Im untersten Dezil sind die Nettostundenlöhne von 4,06 Euro in 2000 binnen 10 Jahren auf 2010 3,86 Euro abgesunken. Im prekären Sektor wird der Preis der Arbeitskraft systematisch unter das historisch erreichte Wohlfahrtsniveau und teilweise gar unter ihre Reproduktionskosten gedrückt, so dass der Staat großzügig Beschäftigungsverhältnisse subventionieren muss, deren Entlohnung die Arbeitenden nicht mehr ernährt.

Wachstum und Kredite - heute

Die Gleichung „Wirtschaftswachstum bedeutet Wohlstand für alle“ funktioniert selbst im reichen Deutschland schon seit Langem nicht mehr. Doch das ist nicht alles, denn das Gespenst der ökonomischen Krise ist längst nicht gebannt. Gerade in Europa erzeugt jede politische Anti-Krisenintervention offenbar neue Krisenherde. Der „keynesianische Moment“, den öffentliche Konjunkturprogramme zur Widerbelebung der Wachstumsdynamik 2009 ermöglicht hatten, war teuer. Deshalb ist die Krise aus dem Finanzsektor in die Staatsfinanzen eingesickert. Die gleichen Finanzmarktakteure, die die Staaten genötigt hatten, marode Kreditinstitute mit öffentliche Geldern in einer Größenordnung zu retten, die alle Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung der vergangen Jahre abrupt zunichte machte, bewerten nun hohe Staatsschulden als Anlage-Risiko. Sie stufen Staaten in ihrer Kreditwürdigkeit herab. In den betroffenen Ländern steigen die Zinsen für Staatskredite. Staaten wie Griechenland oder Portugal sind deshalb nicht mehr in der Lage, ihre Zinslast aus eigener Kraft zu bedienen.

Wachstum und Klima – das Dilemma

Die Gefahr einer neuen „großen Kontraktion“ (Rogoff) ist nur die eine Seite der Medaille; die andere wird sichtbar, wenn man den Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Klimapolitik betrachtet. Denn was ökonomisch und sozial Unsicherheit bewirkt, erscheint bei oberflächlicher Betrachtung ökologisch geradezu als Segen. Wirtschaftliches Minuswachstum – und nicht höhere Ressourceneffizienz oder der beschleunigte Umstieg auf erneuerbare Energien – sorgte 2009 für einen erheblichen Rückgang der klimaschädlichen Emissionen. Als die Konjunktur 2010 anzog, war das Rekordniveau der Emissionen aus 2008 (31,5 Millionen Tonnen CO²-Emissionen) jedoch rasch wieder erreicht. Der globale CO²-Ausstoß übertrifft inzwischen noch die pessimistischsten Prognosen. Der jüngste Bericht des Weltklimarates geht in einem Worst-case-Szenario von einer globalen Erwärmung um fünf Grad bis zum Jahrhundertende aus; die Internationale Klima Agentur hält mittlerweile gar sechs Grad für möglich. Politische Zielsetzungen, die Erderwärmung bis zum Jahrhundertende auf durchschnittlich zwei Grad zu begrenzen, wären demnach schon im Ansatz gescheitert. Anpassung an einen anthropogenen Klimawandel, der bereits auf dem gegenwärtigen Niveau katastrophale Auswirkungen zeitigt, bliebe als letzte strategische Option.

Diese Momentaufnahme soll genügen, um das historisch Neuartige des krisenhaften Umbruchs zu beleuchten. In dieser prozessierenden, länger währenden Krise offenbart sich, was in der einschlägigen Literatur als Wachstumsdilemma bezeichnet wird. Sinkt die Wirtschaftsleistung, sind zunehmende Arbeitslosigkeit, Armut, Prekarität und Ungleichheiten die wahrscheinliche Folge. Wächst die Wirtschaft, bedeutet das gegenwärtig die beschleunigte Vernutzung endlicher natürlicher Ressourcen, erhöhten Schadstoffausstoß, die Aufheizung der Erdatmosphäre und die Zuspitzung ökologischer Krisen.

Stabilität durch Landnahme

Hinter diesem Wachstumsdilemma verbirgt sich eine grundlegendere Problematik. Es geht um die Fähigkeit moderner und das heißt gegenwärtig nahezu ausschließlich kapitalistischer Gesellschaften, zu dynamischer Selbststabilisierung. Seit der industriellen Revolution beziehen alle Varianten von Kapitalismus (man könnte sagen: alle Varianten moderner Gesellschaften einschließlich ihrer staatsozialistischen Ausprägungen) ihre Dynamik aus der Fähigkeit dominanter Akteure, Grenzen der Kapitalakkumulation zumindest zeitweilig zu überwinden, wobei „jede Schranke von einer anderen abgelöst werden kann“. Der Kapitalismus ist eben „nichts, wenn er nicht in Bewegung ist“.[1] Unter den Bedingungen der ökonomisch-ökologischen Doppelkrise kann diese Bewegung grundsätzlich nur zwei Richtungen annehmen: „One is to make growth sustainable; the other is to make de-growth stable“.[2]

Gleich, für welche dieser Optionen sich Gesellschaften entscheiden, es steht eine Transformation bevor, die mit dem Wirtschaftssystem, gesellschaftlicher Arbeit, Wohlfahrtsstaat und Demokratie den systemischen Kernbestand fortgeschrittener Kapitalismen berührt. Zur begrifflichen Erfassung dieser komplexen Prozesse bietet sich aus meiner Sicht  das Landnahmetheorem an. Es besagt, dass die dynamische Selbststabilisierung kapitalistischer Gesellschaften fortwährend auf die Einverleibung von „neuem Land“, sprich: auf die Okkupation zuvor nichtkapitalistischer Territorien, Milieus, äußerer Märkte, sozialer Schichten, Tätigkeitsformen und Lebensweisen angewiesen ist. Der Kapitalismus funktioniert nur als expansives System. Er beruht, wie schon die marxistische Häretikerin Rosa Luxemburg brillant herausgearbeitete hatte, auf einem Zwang zu erweiterter Reproduktion des Kapitals. Erweiterte Reproduktion funktioniert nur, sofern in jeder Phase der Metamorphose des Kapitals genau jene Territorien, Rohstoffe, Materialien, Energiereserven, Maschinen, Transportmöglichkeiten, Arbeitskräfte, Konsumenten und Reproduktionstätigkeiten, Finanzierungsmittel etc. zu Verfügung stehen, die für die Realisierung des neu geschaffenen und sodann re-investierten Mehrwerts benötigt werden. Kapitalismus ohne erweiterte Reproduktion, d. h. ohne wertmäßiges und stoffliches Wachstum, ist schlechterdings nicht möglich. Aus sich heraus können sich die diversen Kapitalismen daher nicht in Postwachstumsgesellschaften im Gleichgewicht, in Steady-State-Gesellschaften, verwandeln. Der dem Kapitalismus innewohnende Wachstumszwang treibt, so der Umweltökonom Tim Jackson, das System „immer nur in ein Extrem – in die Expansion oder in den Zusammenbruch“.

Damit ist keineswegs gesagt, dass sich das Ende des Kapitalismus mit dem Rechenschieber voraussagen ließe. Noch sind selbst die ökologischen Grenzen kapitalistischer Expansion  keine absoluten. Sie lassen sich – zumindest auf Zeit – überwinden oder doch umgehen. Aus der Perspektive des Landnahmetheorems ist eine analytisch mögliche –nicht wünschbare und nicht in jedem Fall realistische – Zukunftsoptionen die eines ergrünten Kapitalismus. Eines Kapitalismus, der die ökologischen Verwerfungen als Terrain „schöpferischer Zerstörung“, als okkupierbares „neues Land“ betrachtet, das es profitabler Anlagestrategien zu erschließen gilt.

Entkopplung mit dem Green New Deal

Entsprechende Konzepte eine „Global Deal“ oder „Green New Deal„ gibt es inzwischen zuhauf. All diese, ansonsten sehr unterschiedlichen Entwürfe teilen den Anspruch, die Quadratur des Kreises meistern zu wollen. Das Zauberwort lautet Entkoppelung. Ökonomisches Wachstum soll dekarbonisiert, dematerialisiert und so von seinen zerstörerischen ökologischen Folgen befreit werden. Ein Zukunftsszenario, bei dem sich der Kapitalismus mittels Landnahme, also durch Kommodifizierung und Kommerzialisierung selbst erzeugter ökologischer Grenzen, am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht, scheint verlockend. So verlockend, dass man sich unwillkürlich fragt, warum entsprechende Programme nicht längst zu Selbstläufern geworden sind. Lediglich 15,6 Prozent der Investitionen, die Staaten im Zuge der Krisenbekämpfung weltweit tätigten, sind als grüne Investitionen ausgewiesen.[3] Die vier Prozent des BIP, von denen nach den Vorstellungen keynesianisch orientierter Ökonomen mindestens 20 Prozent in eine Ökologisierung der Weltwirtschaft investiert werden müssen, wurden global bei Weitem nicht erreicht. Doch selbst wenn es zum Realitätstest für einen globalen Green New Deal käme, bliebe ein grundlegendes Problem. Die Verfechter von Entkoppelungs-Strategien springen letztendlich zu kurz. Zur Begründung will ich mich auf zwei Argumente beschränken.

Das erste Argument stammt aus der wachstumskritischen Debatte und besagt, dass die Entkoppelungs-Strategien ihre Rechnung ohne den Wirt machen. Die sogenannte Ehrlich-Gleichung bildet, verkürzt gesagt, das Verhältnis von absoluter und relativer Entkoppelung ab. Relative Entkoppelung misst den Ressourcenverbrauch pro Wirtschaftseinheit. Hier gibt es in den letzten Jahren sowohl bei der Material- als auch bei der Energieintensität erhebliche Fortschritte. Doch diese Fortschritte werden allesamt dadurch zunichte gemacht, dass die Wirtschaftsleistung insgesamt steigt, dass es eben nicht zu einer absoluten Entkoppelung von wirtschaftlichem Output einerseits und Energie- und Materialverbrauch andererseits kommt. Trotz relativ sinkender Kohlestoff- und Energieintensität sind die Emissionen seit den 1970er Jahren um 80 % gestiegen, sie sind heute um 40 % höher als 1990, dem Jahr des Kyoto-Protokolls, und sie steigen seit 2000 jährlich um durchschnittlich drei Prozent. Absolute Entkoppelung würde hingegen bedeuten, dass die Emission über 40 Jahre hinweg jährlich weltweit um ca. 9 % sinken müsste.

Es gibt gegenwärtig kein Szenario, welches ein solches Ziel bei Wahrung der fundamentalen Gebote globaler Gerechtigkeit als realistisch erscheinen ließe. Aus diesem Grund erscheint die Annahme, die der Marktvergesellschaftung innewohnende Tendenz zur Effizienz werde es erlauben, das Klima und die Gesellschaft zu stabilisieren, als bloße „Wahnvorstellung“ (Tim Jackson). Abkoppelungsstrategien, die das Wirtschaftswachstum nachhaltig machen wollen, sind für eine Übergangsperiode unverzichtbar. Einen Ausweg aus dem Wachstumsdilemma bieten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht.

Landnahme und Ungleichheit

Es gibt ein zweites, soziologisch betrachtet nicht minder bedeutsames Argument, das diese Schlussfolgerung unterstützt. Die Basisinstitutionen fortgeschrittener Kapitalismen sind auf ökonomisches Wachstum getrimmt. Jürgen Habermas hatte dies Mitte der 1980er Jahre mit großer Klarheit so formuliert: „Der Sozialstaat darf die Stabilitätsanforderungen des kapitalistischen Wachstums… deshalb nicht verletzen, weil korrigierende Eingriffe in das Verteilungsmuster sozialer Entschädigungen im allgemeinen nur dann keine Reaktionen von seiten der privilegierten Gruppen auslösen, wenn sie aus den Zuwächsen des Sozialprodukts bestritten werden können und Besitzstände nicht berühren; sonst können sie die Funktion der Eingrenzung und Stillstellung des Klassenkonflikts nicht erfüllen“.

Mit den finanzkapitalistisch getriebenen „inneren“ Landahmen ist in den fortgeschrittenen Kapitalismen jedoch genau dieser unerwünschte Fall eingetreten. Der Kapitalismus ist auch in den Kernregionen zu krisenhafter Normalität zurückgekehrt. Wirtschaftswachstum ist in den Gesellschaften des globalen Nordens wenn überhaupt, so nur noch als lineares, d. h. als Wachstum mit sinkenden Zuwachsraten, möglich. Alle politischen Versuche, die seit den 1970er Jahren unternommen wurden, um zumindest lineares Wachstum zu sichern, haben indessen, wie Wolfgang Streeck in einer bemerkenswerten Analyse der aktuellen Fiskal- und Währungskrise ernüchtert feststellt, zu neuen, anders gelagerten und teilweise noch größeren Krisen geführt. Die Landnahmen, oder – in der Diktion von Habermas  – die „Kolonialisierung“ findet nicht mehr nur an den Schnittstellen von System und Lebenswelt statt, die Mechanismen der Systemintegration selbst werden destabilisiert und mit ihnen zugleich die Institutionen der Sozialintegration.

Ökologie und Ungleichheit

In einer Gesellschaft, in der Ungleichgewicht, Instabilität und wachsende Spannungen zwischen Kapitalismus und Demokratie eher zur Regel als zur Ausnahme werden, ist höchst unwahrscheinlich, dass die Probleme der „dicken Bäuche“ sukzessive die der „leeren Mägen“[4] verdrängen. Stattdessen zeichnet sich eine anders gelagerte Problematik ab. Ökologische Gefährdungen mit irreversiblem Schädigungspotential wachsen, und zugleich verschärfen sich klassenspezifische und  ständische, über Ethnie/Nationalität konstruierte Ungleichheiten. Veränderungen, die auf ökologische Nachhaltigkeit zielen, lassen sich jedoch eher in vergleichsweise egalitären Gesellschaften realisieren. Wachsende Ungleichheit hingegen forciert auch bei den deprivilegierten und prekarisierten Gruppen den Kampf um positionale Güter; sie heizt den Konsumismus zusätzlich an und verwandelt ökologische Nachhaltigkeit in ein Distinktionsmerkmal von Lebensstilen vergleichsweise wohlhabender Bevölkerungsgruppen. Hinzu kommt, dass die Bewältigung der ökonomischen Krise und ihrer sozialen Folgen die Energie der politischen Eliten in einer Weise bindet, die Fortschritte etwa bei der globalen Klimapolitik kaum zulässt. Nicht die Verdrängung, sondern eine wechselseitige Aufschaukelung von ökologischen Gefährdungen und sozialen Verteilungskonflikten innerhalb wie zwischen nationalen Gesellschaften erscheint gegenwärtig als ein wahrscheinliches Szenario, das es analytisch zu bearbeiten gilt.

Öffentlich diskutierte Transformationsstrategien unterscheiden sich deshalb vor allem darin, wie sie das Verhältnis von ökologischem und sozialem Gesellschaftskonflikt bestimmen. Mit größtem Misstrauen müssen wir Politikempfehlungen begegnen, die Wohlstandsverzicht für alle predigen. Ohne eine wirksame Bekämpfung von sozialer Ungleichheit und Prekarität im globalen Maßstab wird sich ökologische Nachhaltigkeit weder national noch international durchsetzen lassen. Im Gegenteil! Wer den ohnehin Deprivilegierten ein ökologisches Innovationsprogramm zumuten will, dessen Anreiz vorwiegend aus höheren Preisen resultiert, der wird mit einer Konfliktlinie rechnen müssen, die mit der Formel „the rerturn of class“ (Göran Therborn) nur sehr vorsichtig umschrieben sind.

Ich möchte abschließend vier Überlegungen zur Diskussion stellen, die letztendlich die Wirtschaft und das System gesellschaftlicher Arbeit berühren.

(1) Gegenwärtig konsumiert ein Viertel der Weltbevölkerung vorwiegend des globalen Nordens drei Viertel der Ressourcen und erzeugt drei Viertel des Abfalls und der Emissionen. Diese Problematik lässt sich mittels Steigerung der Ressourcenproduktivität allein nicht entschärfen. Um dem globalen Süden überhaupt eine Entwicklungschance zu erhalten, kommen die fortgeschrittenen Kapitalismen nicht umhin, sich in Postwachstumsgesellschaften zu verwandeln. Eben dies, die „komplexe Außenposition“ einer Postwachstumsgesellschaft, muss die Perspektive einer Soziologie sein, die die anstehende Transformation kritisch begleiten will.

(2) Postwachstumsgesellschaften sind terra incognita, unbekanntes Land, das es zu entdecken gilt. Sicher ist allerdings, dass sie keine stationären Gesellschaften sein können. Der Transformationsprozess benötigt ökologische Innovationen und Investitionen in größter Dimension. Gegenwärtig spricht jedoch nichts dafür, dass Märkte und Markpreise allein für entsprechende Weichenstellungen sorgen. Ohne die öffentliche Kontrolle strategisch wichtiger Wirtschaftssektoren – an erster Stelle seien der Bank- und Finanzsektor sowie Energiesektor genannt – ist selbst das Leitbild eines ergrünten, ressourceneffizienten Kapitalismus eine ferne Utopie. Auch  solche sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsziele, die mit dem kapitalistischen Expansionsdrang zeitweilig kompatibel sein mögen, müssen gegen den dominanten Modus operandi finanzkapitalistischer Landnahmen durchgesetzt werden.

(3) Dieser Modus operandi stabilisiert sich, indem er – z. B. mittels Privatisierung, Deregulierung, Patentrechten auf Gene und Lebenswesen, Biopiraterie oder der Enteignung überschuldeter Eigenheimbesitzer – immer neue Vermögenstitel in den Kapitalkreislauf einspeist. Trotz seiner Krisenanfälligkeit wird er von Machtzentren am Leben gehalten, die die Akkumulation von Kapital und die – wie Hanah Arendt konstatiert – von ökonomischen Ursachen eigentlich abgelöste „Akkumulation politischer Macht“ geradezu symbiotisch miteinander verbindet. Protagonisten dieser Entwicklung sind, hier stimme ich Colin Crouch zu, marktbeherrschende Unternehmen. Einer aktuellen Netzwerkanalyse zufolge besitzen ca. 43.000 international agierende Konzerne Kontrollmacht; 1.318 Firmen beherrschen im Durchschnitt mindestens 20 andere Unternehmen und damit vier Fünftel des globalen Umsatzes. 147 dieser Unternehmen  kontrollieren ca. 40 Prozent der globalen Unternehmensnetzwerke. Zu den 50 einflussreichsten Unternehmen zählen nahezu ausschließlich Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungen. Drei Viertel der Firmen aus der „Supereinheit“ der 147 können dem Finanzsektor zugerechnet werden. Um den möglichen Vorwurf kruder Agententheorien schon im Keim zu ersticken: Diese Unternehmen agieren in vermachteten, zugleich jedoch, wie auch die rasche Fluktuation ihres Spitzenpersonals belegt, in äußerst wettbewerbsintensiven Märkten. Schiere Größe schützt, das beweist der Fall Lehman-Brothers (2007 noch auf Platz 34 des Rankings), nicht vor Niedergang. Der Crash von Unternehmen, deren Umsatz den Etats von Nationalstaaten entspricht, kann jedoch globale Ausmaße zeitigen. Daraus erwächst Definitionsmacht, die Fähigkeit zur Konvertierung ökonomischer in politische Macht. Diese – fast schon totalitäre – Symbiose muss aufgebrochen werden, wenn soziale und ökologische Nachhaltigkeit als politische Zielsetzung ernsthaft verfolgt werden soll.

(4) Mehr – grüne – Wirtschaftsdemokratie ist daher eine entscheidende Voraussetzung, um etwas zu betreiben, was für Postwachstumsgesellschaften essentiell sein wird. Postwachstum bedeutet die Aufwertung von Arbeit. Das gilt aber nur, wenn der Arbeitsbebegriff aus den Verengungen der fordistischen Lohnarbeitsgesellschaft herausgelöst wird. Ohne sinnvolle, befriedigende Arbeit lassen sich nachhaltige Lebensstile individuell nicht verwirklichen. Daher ist die Neudefinition von Arbeit ein zentrales Feld gesellschaftlicher Transformation. Intelligente Verknüpfungen von Erwerbs- und Sorgearbeit, Arbeitszeitverkürzung, mehr individuelle Zeitsouveränität, das heißt Zeit sowohl für Muße, als auch für Arbeit an der Gesellschaft und der Demokratie lauten wichtige Stichworte für eine Transformation, die nicht erlitten werden muss, sondern Wünschbares verwirklicht.

Impliziert das Wachstumsdilemma also eine Reaktualisierung der Agenda einer kapitalismuskritischen Linken? Vielleicht ist es diese unangenehme Erkenntnis, die z.B. die US-amerikanisch Rechte dazu bringt, den Klimawandel schlicht zu einem Hirngespinst der Linken zu erklären. Wer die Realität der ökonomisch-ökologischen Doppelkrise nicht verdrängen will, der darf zum kapitalistischen Wachstumszwang nicht schweigen.

 
Der link zum Forschungskolleg von Klaus Dörre an der Uni Jena: http://www.kolleg-postwachstum.de/index.php/de/


[1]  Harvey, David (2011):  Marx’ Kapital lesen. Hamburg: VSA, S. 23, 373.

[2] Jackson 2009: 128

[3] Ausnahmen mit einem deutlich höheren Anteil stellen einige EU-Staaten und wichtige Schwellenländer wie China dar. Spitzenreiter ist Südkorea, wo immerhin 80 Prozent der Investitionen als „grün“ ausgewiesen sind.

[4] Beck 1986: 27.

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Kommentare zu diesem Artikel

KOMMENTARE

Michael Wendl schrieb am 11. Juli 2012 um 12:55 Uhr:

Ich kritisiere das Landnahme-Theorem einmal, weil es bereits damals auf einen falschen Verständnis der Zusammenhänge zwischen der Investitionsgüter- und der Konsumgüterindustrie durch Rosa Luxemburg basierte, ein Streit, der als Debatte um die sog. Reproduktionsschemata in die Theoriegeschichte des Marxismus eingegangen ist. Die Verwendung dieses theoretischen "Ladenhüters" aus der Ideengeschichte der Arbeiterbewegung ist heute eine viel zu plumpe und unbeholfene Formel, um bestimmte Prozesse der Ökonomisierung innerhalb der kapitalistischen Gesellschaften verstehen zu können. Landnahme unterstellt, gerade bei Harvey, der diesem Begriff aktualisiert hat, Elemente von Raub, Gewalt und Macht in einem Prozess ökonomischer Beziehungen. Das gibt es in bestimmten Fällen auch, aber es ist nicht das Wesentliche. Auch unterstellt der Begriff der Landnahme einen international wirksamen Prozess, was hoch fragwürdig ist, weil das Kapital nach wie vor eine nationalstaatlich geprägte Größe und Form darstellt. Empirische Untersuchungen gehen nach wie vor von einer Vielfalt von Kapitalismen aus. Das mit der Ironie ist schon richtig: Es ist eine Ironie, in der aktuellen Weltwirtschaft mit diesem Ladenhüter aus einer frühen Persiode, der schaon damals theoretisch falsch war, wieder zu kommen.

Ralf Krämer schrieb am 11. Juni 2012 um 16:56 Uhr:

Die Kritik an Ungleichheit und Kapitalismus als Bedingungen auch der ökologischen Krise und Skepsis gegenüber den Varianten, die Dörre als "Green New Deal" bezeichnet, kann ich teilen. Dennoch erscheint mir seine Wachstumskritik und Orientierung auf Postwachstum zu pauschal bzw. zu wenig zu berücksichtigen, was das BIP - Bruttoinlandsprodukt - hart ökonomisch betrachtet eigentlich ist und was nicht. Wenn man "Wachstum" im Sinne des bisherigen kapitalistischen Wachstumstyps sieht hat er wohl recht, aber dennoch kann und muss ein ökologischer Umbau mit absoluter stofflicher Reduzierung für etliche Zeit mit einer Steigerung der inflationsbereinigten Geldgröße "reales" BIP verbunden sein. Mehr dazu hier: https://wipo.verdi.de/wirtschaftspolitische_informationen/data/Wirtschaftspolitische-Informationen-2-2011.pdf

Oliver Nachtwey schrieb am 3. Juni 2012 um 22:33 Uhr:

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Michael Wendl, genau zu dem Zeitpunkt, als die marxistische Theorie wieder eine gewisse Renaissance erfährt und Marx sogar von bürgerlichen Theoretikern wieder ernst genommen wird, Klaus Dörre dafür kritisiert, dass er sich zu stark an den Theoretikern der frühen Arbeiterbewegung orientiere.
Nun ja, aber das ist ja auch nicht der Punkt. Sondern ich denke, dass Michael Wendls Einwände gegen Klaus Dörres Diagnose empirisch falsch sind. Erstens ist zwar in den entwickelten Kapitalismen vieles „ökonomisiert“, aber das ist eine oberflächliche Kategorie. Landnahme beschreibt einen Prozess der Integration von gesellschaftlichen Sphären in die Mehrwertproduktion („Kommodifizierung“), die ihm vorher entzogen waren. Auch wenn uns unsere Gesellschaft durchökonomisiert erscheint, gibt es noch viele Bereiche, wie z.B. Gemeingüter, z.T. die Universitäten, aber vor allem soziale Sicherungen (Arbeitsrechte, Begrenzung des Arbeitstages, etc), die unter dem Druck der Landnahme stehen. Landnahme beschreibt also den expansiven Charakter des Kapitalismus in seinem Innern.
Zweitens ist der Einwand, dass es keine „marktbeherrschenden Unternehmen“ gebe, weil die Konkurrenz gestiegen sei, ein falscher Gegensatz. Unternehmenskonzentration und Konkurrenz treten häufig gleichzeitig auf (z.B. in der globalen Autoindustrie). Klaus Dörre führt in seinem lesenswerten ausführlichen Aufsatz (Landnahme, das Wachstumsdilemma und die „Achsen der Ungleichheit“, Berliner Journal für Soziologie, 2012) zahlreiche empirische Untersuchungen zu marktbeherrschenden Unternehmen an. Zudem ist die Analyse der Rolle dieser Akteure im globalen Kapitalismus (wie dies z.B. auch Colin Crouch tut) ist nicht gleichzusetzen mit irgendeiner Neo-Stamokap-Theorie, wie es Michael Wendl zumindest implizit unterstellt.

Michael Wendl schrieb:
Bei der Analyse von Klaus Doerre finde ich zwei Annahmen theoretisch nicht begründet. Das ist einmal der Rückgriff auf den Begriff der Landnahme, wie er von Rosa Luxemburg entwickelt worden ist. Er wird mit der Vorstellung von nichtkapitalistischen Räumen oder Mileus verbunden, die gegenwärtig neu "erobert" werden. Das ist problematisch, weil es diese nichtkapitalistischen Milieus in den durchkapitalisierten Gesellschaften des Nordens nicht mehr gibt und mit dieser Metapher von der Landnahme eine Endlichkeit des Kapitalismus suggeriert wird, die aber völlig offen bleibt. Zum zweiten sehe ich in dem Theorem von den "marktbeherrschenden" Unternehmen einen nicht aufgelösten Widerspruch zu der Zunahme von Konkurrenz auf den Märkten. Hier wird eine Rationalität der Macht unterstellt, die an das Theorem des "organisierten Kapitalismus" von Rudolf Hilferding erinnert, Dörre steckt m.E. noch zu sehr in der Ideengeschichte der frühen Arbeiterbewegung, aus denen er sich Begriffe borgt, um die Moderne zu verstehen.

Timo schrieb am 30. Mai 2012 um 21:38 Uhr:

Ich finde die Landnahme These insgesamt recht plausibel auch wenn ich sie noch nicht ganz durchdrungen habe und sie nicht von anderen Theorien einer "ökonomisierung" abgrenzen könnte. Aber Beispiele für kapitalistische Landnahme in den entwickelten Ländern des Nordens lassen sich doch schnell finden. Die Privatisierung des Gesundheitssektors, Pirvatisierung der Renten, pseudo Privatisierungen im Rahmen von Public Private Partnership (PPP), flexiblisierung der Arbeit mit dem Ziel die Profitraten der Unternehmen zu steigern, eine Zunahme an Sanktionen im Bereich Hatz IV um die angeblich Arbeitsunwilligen zur Annahme jedes Jobs zu bewegen, ohne Berücksichtigung von Lohn und Arbeitsbedingungen, auch die zunahme an Staatsschulden könnte als verstärkte Landnahme gesehen werden. Beispiele lasen sich also zuhauf finden.
Auch die Zunahme von Konkurrenz und marktbeherrschenden Unternehmen sehe ich nicht als Widerspruch. Die meisten großen Unternehmen kontrollieren doch heute eine Vielzahl von Unternehmen, die aber weiter gegenseitig in Konkurrenz stehen. Oft stehen doch nicht mehr nur die Unternehmen gegeneinander in Konkurrenz sondern sogar einzelne Betriebe eines Unternehmens. Aber auch dies ganz als kapitalistische Landnahme nach innen gesehen werden, mit dem Ziel die Profitabilität und Effizienz zu steigern. Dabei sind die "Marktgiganten" (Crouch) aber in der Lage diesen Prozess einigermassen zu steuern und für sich zu nutzen auch politisch. Nach Crouch, auf den sich Dörre ja bezieht, geht davon aus, dass zwar formell noch Konkurrenz zwischen den Marktgiganten gibt, sie diesen aber oft durch Absprachen oder Anpassung umgehen. Gleichzeitig sind sie in der Lage ein enormes Druck Potential auf Staaten auszuüben. Beides mit dem Ziel einer weiteren Akkumulation von Kapital und einer Zentralisierung von Macht. Die vermeintliche Konkurrenz auf vielen Märkten wird sich auch schnell relativieren, wenn man genauer betrachtet wer sich hinter den einzelnen Marken verbirgt.

Michael Wendl schrieb am 30. Mai 2012 um 11:14 Uhr:

Bei der Analyse von Klaus Doerre finde ich zwei Annahmen theoretisch nicht begründet. Das ist einmal der Rückgriff auf den Begriff der Landnahme, wie er von Rosa Luxemburg entwickelt worden ist. Er wird mit der Vorstellung von nichtkapitalistischen Räumen oder Mileus verbunden, die gegenwärtig neu "erobert" werden. Das ist problematisch, weil es diese nichtkapitalistischen Milieus in den durchkapitalisierten Gesellschaften des Nordens nicht mehr gibt und mit dieser Metapher von der Landnahme eine Endlichkeit des Kapitalismus suggeriert wird, die aber völlig offen bleibt. Zum zweiten sehe ich in dem Theorem von den "marktbeherrschenden" Unternehmen einen nicht aufgelösten Widerspruch zu der Zunahme von Konkurrenz auf den Märkten. Hier wird eine Rationalität der Macht unterstellt, die an das Theorem des "organisierten Kapitalismus" von Rudolf Hilferding erinnert, Dörre steckt m.E. noch zu sehr in der Ideengeschichte der frühen Arbeiterbewegung, aus denen er sich Begriffe borgt, um die Moderne zu verstehen.

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